Maas: Klimawandel größte Bedrohung für menschliche Existenz

Permafrost Abtauung bedroht Weltklima

©Jeannette Nötzli/ERMOS /dpa

Der Permafrost in den Schweizer Alpen wird wärmer. An allen 15 Standorten ist die in Bohrlöchern gemessene Temperatur gestiegen. Die immensen Mengen an Treibhausgasen, die im Boden lauern, können den Klimawandel ungeheuer beschleunigen (Quelle Greenpeace).

Maas: Klimawandel größte Bedrohung für menschliche Existenz

New York/Genf (epd). Der Klimawandel stellt laut Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) die größte Bedrohung für die menschliche Existenz dar. Die Folgen des Klimawandels heizten Konflikte an, somit sei der Frieden akut gefährdet, erklärte Maas am Dienstag in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Die Erderwärmung wirke sich zudem negativ auf soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung aus, sagte er in einer offenen Online-Debatte des New Yorker UN-Gremiums zum Thema Klima und Sicherheit. Er sprach im Namen von 54 Mitgliedsstaaten der Freundesgruppe "Klima und Sicherheit".

Geschädigte Ökosysteme und Artenverlust bedrohten die Ernährungssicherheit, führte Maas aus. Die Ärmsten und Schwächsten litten am meisten. Bei der Stärkung der Widerstandsfähigkeit spielten die Vereinten Nationen eine zentrale Rolle, betonte der Minister. Das Thema Klima und Sicherheit müsse ein fester Bestandteil der Agenda des UN-Sicherheitsrats sein. Nur so könne er seiner Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit gerecht werden.

Maas forderte im Namen der Freundesgruppe "Klima und Sicherheit" eine regelmäßige Berichterstattung durch den UN-Generalsekretär zu den sicherheitsbezogenen Auswirkungen des Klimawandels. Zudem müssten die UN einen Sonderberichterstatter für Klima und Sicherheit ernennen. Der Außenminister verlangte vom Sicherheitsrat eine Resolution, in der die wichtigsten Auswirkungen des Klimawandels auf den Frieden in der Welt aufgegriffen werden. Deutschland gehörte 2019 und 2020 dem Sicherheitsrat als nichtständiges Mitglied an.

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