Niedersachsen erinnert mit Gedenkstunde an Befreiung von Auschwitz

Niedersachsen erinnert mit Gedenkstunde an Befreiung von Auschwitz

Mit einer Gedenkstunde hat das Land Niedersachsen am Sonntag an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 76 Jahren erinnert. In der vom Youtube-Kanal der niedersächsischen Landesvertretung in Berlin live übertragenen Veranstaltung sprachen der Vize-Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Christoph Heubner, und Niedersachsens Europaministerin Birgit Honé (SPD). Der russisch-deutsche Pianist Igor Levit spielte eine Musikauswahl von Überlebenden des KZ. Bis zu 600 Zuschauer verfolgten die Veranstaltung.

Heubner sagte, 76 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee seien Antisemitismus, Rechtsextremismus und Hass weiterhin nicht besiegt und erledigt. Den Auschwitz-Überlebenden sei deshalb die Botschaft an die heutige und künftige Generationen wichtig: "Erinnert euch, hört zu!"

Honé sagte, es sei ihrem Bundesland ein Anliegen, an die Opfer des Holocaust zu erinnern. Eine zentrale Rolle dabei spiele die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, die sich auch unter neuer Leitung weiterhin für die Erinnerungskultur einsetzen werde. Zugleich nehme Niedersachsen mit großer Sorge zur Kenntnis, dass antisemitisches Handeln und Denken bis heute fortbestünden.

Am Mittwoch war an der niedersächsischen Landesvertretung eine Ausstellung unter der Überschrift "Was habe ich erreicht? - Überlebende von Auschwitz ziehen Bilanz" eröffnet worden. Sie ist bis zum 31. Januar zu sehen. Die Ausstellung zeigt knapp 20 Porträts von ehemaligen KZ-Häftlingen und deren Nachfahren. Sie sind mit jeweils einem Zitat versehen.

Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus. In dem Lagerkomplex wurden etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet. Am 27. Januar 1945 befreiten Truppen der Roten Armee das KZ.

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