Auschwitz-Komitee ruft zum Schutz der Demokratie auf

Auschwitz-Komitee ruft zum Schutz der Demokratie auf

Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar hat das Internationale Auschwitz-Komitee zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen. Der Gedenktag im 76. Jahr nach der Befreiung vom Nationalsozialismus sei für die Überlebenden nicht nur ein Tag der Erinnerung an die Opfer, sondern auch ein Tag zunehmender Sorge um die Demokratie, erklärte das Komitee am Freitag in Berlin.

Die Überlebenden blickten "gerade in diesen Tagen mit großen Befürchtungen auf die Herausforderungen, denen die Demokratien in aller Welt durch Antisemitismus und rechtsextremen Hass ausgesetzt sind", betonte der geschäftsführende Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner. Dass rechtsextremer Hass noch einmal "solche Gewalt gewinnt und populistisch in vielen Ländern benutzt wird", sei für sie nach ihrer Befreiung unvorstellbar gewesen.

"Wenn Auschwitz-Überlebende heute daran erinnern, Auschwitz und seine Ursachen nicht zu vergessen, dann meinen sie auch die Gegenwart und die Menschen von heute", betonte Heubner: "Vergesst Eure Zukunft nicht! Seid nicht gleichgültig! Beschützt die Demokratie!"

Am 27. Januar 1945 wurde das NS-Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Der Zweite Weltkrieg ging in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 zu Ende.

Zum Gedenken an die Opfer wird den Angaben zufolge in Berlin die Ausstellung "Was haben wir erreicht - Auschwitz-Überlebende ziehen Bilanz" gezeigt. Sie werde am Zaun der niedersächsischen Landesvertretung am Holocaust-Mahnmal präsentiert, hieß es. Am Sonntag wird zu einem Livestream-Gedenkkonzert mit dem Pianisten Igor Levit eingeladen.

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