KD-Bank verzeichnet trotz Corona kräftige Zuwächse

KD-Bank verzeichnet trotz Corona kräftige Zuwächse

Die Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) hat 2020 trotz Corona in allen Geschäftsbereichen Zuwächse verzeichnet. "Wir gehen davon aus, dass wir unsere gesteckten Ziele trotz der Pandemie und dem anhaltenden Null- und Negativzinsumfeld erreicht haben und erwarten, dass wir unser Eigenkapital weiter stärken können", sagte der Vorstandsvorsitzende der KD-Bank, Ekkehard Thiesler, am Freitag in Dortmund bei der Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen. So stieg die Bilanzsumme um 17 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro.

Eine starke Nachfrage gab es zudem im Kreditbereich: Es wurden neue Kredite in Höhe 652,5 Millionen Euro (Vorjahr: 348 Millionen) zugesagt. Das entspricht einem Anstieg von 88 Prozent gegenüber 2019. Etwa 35 Prozent der neuen Kredite flossen in bezahlbaren Wohnraum und Immobilienfonds mit nachhaltiger Ausrichtung. Rund 22 Prozent gingen an Einrichtungen für ältere Menschen, 14 Prozent an die Gesundheitswirtschaft. Insgesamt stieg der Umfang des Kreditgeschäfts um 15 Prozent auf eine Summe von 2,2 Milliarden Euro.

"Die Versorgung der Sozialwirtschaft mit Finanzierungsmitteln ist unser Kernauftrag, den haben wir im vergangenen Jahr voll erfüllt", betonte Thiesler. Vorstandsmitglied Jörg Moltrecht erklärte, dass die institutionellen Kunden der Bank, die im Wesentlichen in der Sozialwirtschaft tätig sind, durch die staatlichen Rettungsschirme und die Unterstützung der Kostenträger bislang "grundsätzlich gut durch die Pandemie gekommen" seien. Zu den langfristigen Ertragsauswirkungen könne aber noch keine abschließende Bewertung abgegeben werden.

Die KD-Bank ist eine Genossenschaftsbank und gehört Kirche und Diakonie. Mit rund 4.200 Mitgliedern zählt sie nach eigenen Angaben zu den größten Kirchenbanken Deutschlands. Repräsentanten aus Kirche und Diakonie wirken im Aufsichtsrat und Beirat mit. Zu ihren Kunden gehören die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mit ihren Landeskirchen, kirchliche Einrichtungen und Stiftungen sowie Freikirchen. Hinzu kommen soziale Unternehmen wie Krankenhäuser, Hospize, Pflegedienste, Behindertenwerkstätten und Kindertagesstätten.

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