Hilfswerk: "Brot statt Böller" in diesem Jahr besonders wichtig

Hilfswerk: "Brot statt Böller" in diesem Jahr besonders wichtig

Das Motto "Brot statt Böller" mahnt nach Überzeugung von "Brot für die Welt" in diesem Jahr besonders zur Unterstützung Notleidender. Gerade jetzt, inmitten der Corona-Pandemie, sei dieser Gedanke aktuell, erklärte das evangelische Hilfswerk am Montag in Berlin. Jetzt liege es besonders nahe zu spenden, betonte Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel: "zum einen, weil das Geld nicht für den Kauf von Feuerwerk ausgegeben werden kann und einen neuen, sinnvollen Bestimmungszweck sucht, zum anderen, weil gerade jetzt die Menschen in den ärmeren Ländern unsere Hilfe dringender brauchen als in den Jahrzehnten zuvor".

Die Corona-Pandemie lasse in den Ländern des Südens die Zahl der Menschen, die mit ihren Familien von weniger als 1,90 US-Dollar am Tag leben müssen, massiv in die Höhe schnellen, erklärte Füllkrug-Weitzel. Millionen Menschen, die etwa als Tagelöhner oder Haushaltshilfe arbeiteten, hätten ihr Einkommen verloren und verfügten über keine soziale Absicherung. "Die Zahl der Menschen, die weltweit potenziell vom Hungertod bedroht sind, könnte sich von 135 Millionen auf 270 Millionen verdoppeln", mahnte Füllkrug-Weitzel. "Sie brauchen unsere Unterstützung jetzt ganz besonders."

Im vergangenen Jahr wurden laut "Brot für die Welt" allein in Deutschland Feuerwerk und Böller für mehr als 130 Millionen Euro verkauft. Die Aktion "Brot statt Böller" gibt es seit 1981.

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