Neues Buch von Papst Franziskus erschienen

Neues Buch von Papst Franziskus erschienen

Papst Franziskus hat den Umgang der katholischen Kirche mit Frauen verteidigt. In einem am Freitag auf Deutsch unter dem Titel "Wage zu träumen!" erschienenen neuen Buch weist er Kritik an mangelnder Beteiligung von Frauen an Entscheidungsprozessen zurück. Viele Menschen glaubten "fälschlicherweise, dass die Leitung der Kirche ausschließlich männlich ist", heißt es in dem gemeinsam mit dem Vatikanexperten Austen Ivereigh verfassten Buch. Ende November war das Buch bereits auf Italienisch erschienen, auf Englisch ist es seit dem 1. Dezember erhältlich.

Kritikern an seinem Streben nach Reformen wirft der Papst in dem 192-seitigen Buch vor, als "Hüter der Wahrheit" aufzutreten und die katholische Kirche zu spalten. Unter dem Banner der Restauration oder Reform würden "lange Reden gehalten und endlose Artikel geschrieben, doktrinäre Klarstellungen geboten und Manifeste verfasst, die wenig mehr sind als die fixen Ideen von kleinen Gruppen".

In dem Buch bekräftigt Franziskus seine Forderungen nach radikalen Wirtschaftsreformen als Antwort auf deutlich gewordene Ungleichheiten. Zugleich übt er nach Jahren der Annäherung an China erstmals Kritik an Peking. Die "armen Uiguren", eine muslimische Minderheit im Nordwesten der Volksrepublik, nennt er eines der "verfolgten Völker".

Der Heilige Stuhl hatte erst vor Kurzem ein umstrittenes Abkommen über die einvernehmliche Ernennung katholischer Bischöfe mit China verlängert. Franziskus ging mit der Übereinkunft im Streben nach Versöhnung mit Peking weiter als seine beiden Vorgänger Johannes Paul II. und Benedikt XVI., die gleichermaßen eine Annäherung an China anstrebten.

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