Bischofskonferenz: Arbeitshilfe zu Christen in Syrien und im Irak

Bischofskonferenz: Arbeitshilfe zu Christen in Syrien und im Irak

Anlässlich des Gebetstages für verfolgte und bedrängte Christen am 26. Dezember hat die katholische Deutsche Bischofskonferenz eine Arbeitshilfe zur Situation der Christen in Syrien und im Irak vorgestellt. Die Lage der Christen bleibe in beiden Ländern besorgniserregend, teilte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick am Mittwoch in Bonn mit. Er ist Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz. Der Terror des "Islamischen Staates" habe die Region auf dramatische Weise und langfristig destabilisiert.

Die Arbeitshilfe "Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit - Nach der Herrschaft des 'Islamischen Staates': Syrien und Irak" gibt den Angaben zufolge einen Überblick über die Situation der Christen in diesen Ländern. Die Arbeitshilfe erläutere aktuelle Konfliktlinien innerhalb der Gesellschaften, analysiere die Hintergründe und lasse Mitglieder der Ortskirche zu Wort kommen, hieß es weiter.

Der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, Antoine Audo, erklärte zur Situation der Christen in Syrien: "Wie alle Syrer sind wir im Moment von großer allgemeiner Armut betroffen und haben keine klare Perspektive für unsere Zukunft." Darüber hinaus fühle sich die christliche Minderheit schwach und hilflos.

Der chaldäisch-katholische Erzbischof von Kirkuk und Sulaimaniyya, Yousif Thomas Mirkis, unterstrich, dass sich Christen im Irak mit Blick auf andere Familienmitglieder, die das Land bereits verlassen haben, hin- und hergerissen fühlten. Es falle immer schwerer, Argumente zu finden, die sie zum Verbleib im Irak ermutigen sollten, berichtete der Erzbischof.

Die Initiative "Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen" wurde von den deutschen Bischöfen 2003 ins Leben gerufen, um für die Lage bedrohter Christen zu sensibilisieren. Der Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen am 26. Dezember wird in allen deutschen Diözesen begangen.

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