Kloster-Neubau in Brandenburg geplant

Kloster-Neubau in Brandenburg geplant

Die im brandenburgischen Barockkloster Neuzelle (Landkreis Oder-Spree) lebenden Zisterziensermönche aus Österreich wollen in der Nähe Neuzelles ein neues Kloster errichten. Das künftige Kloster soll "Maria Mutter Friedenshort" heißen, wie Brandenburgs Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur am Mittwoch in Potsdam mitteilte. Dazu solle das ehemalige Forsthaus Treppeln an das Priorat Neuzelle verkauft werden.

Einen entsprechenden Beschluss habe der Stiftungsrat der Stiftung Stift Neuzelle getroffen. Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages muss dem Verkauf aber noch zustimmen. Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) nannte den Beschluss des Stiftungsrates "eine historische Entscheidung". Der geplante Klosterbau werde die erste Klosterneugründung der Zisterzienser in Brandenburg seit dem Mittelalter sein.

Mehr als zwei Jahre nach der Errichtung des Priorates der Zisterzienser in Neuzelle, werde nun "ein wichtiger und lange erwarteter Schritt Wirklichkeit", sagte der Bischof des zuständigen Bistums Görlitz, Wolfgang Ipolt. Er fügte hinzu: "Klöster sind natürlich zuerst Orte des Gebetes, aber sie waren und sind auch Kulturträger."

Rund 200 Jahre nach dem Auszug der letzten Mönche aus Neuzelle waren im September 2018 sechs Zisterziensermönche aus dem österreichischen Zisterzienserstift Heiligenkreuz wieder in das Barockkloster zurückgekehrt, um dort ein katholisches Priorat zu errichten. Die Mönche residieren derzeit im katholischen Pfarrhaus von Neuzelle.