Missbrauchsfall vor fünf Jahrzehnten erschüttert diakonische Stiftung

Missbrauchsfall vor fünf Jahrzehnten erschüttert diakonische Stiftung

Ein nach Jahrzehnten entdeckter Fall von mutmaßlichem sexuellen Missbrauch erschüttert die diakonische Pestalozzi-Stiftung in Burgwedel bei Hannover. Im Blickpunkt steht dabei der frühere Vorsteher, Pastor Hans-Georg Badenhop (1924-1989), wie die Stiftung am Mittwoch dem epd mitteilte. Er soll sich Anfang der 1970er Jahre an einem damals elfjährigen Jungen vergangen haben. "Wir sind beschämt, dass dies in unserer Einrichtung möglich war", sagte Stiftungsvorstand Claus Fitschen. Zuerst hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (Mittwoch) über den Fall berichtet.

Das damalige Opfer, ein heute 59-jähriger Mann, hatte sich vor zwei Jahren an die Einrichtung gewandt, um von sexuellen Übergriffen zu berichten, die er als Kind erlitten habe. Die "Unabhängige Kommission" der hannoverschen Landeskirche für Opfer sexualisierter Gewalt hielt die Schilderungen des Mannes für glaubhaft. Er bekam er als Anerkennung seines Leides einen Geldbetrag in fünfstelliger Höhe. Die evangelische Stiftung ist in der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe tätig.

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