Papst bestürzt über Angriff auf Schule in Kamerun

Papst bestürzt über Angriff auf Schule in Kamerun

Papst Franziskus hat mit Bestürzung auf den Angriff auf eine Schule in Kamerun reagiert, bei dem am Wochenende sechs Kinder starben. "Ich nehme Anteil am Leiden der Familien dieser Schulkinder, die so barbarisch ums Leben gebracht wurden", sagte er am Mittwoch bei der Generalaudienz im Vatikan. Der Angriff auf die zwischen neun und zwölf Jahre alten Schüler im englischsprachigen Landesteil sei grausam und sinnlos gewesen.

Mit Blick auf separatistische Tendenzen unter der englischsprachigen Minderheit in Kamerun äußerte der Papst die Hoffnung auf Frieden. "Mögen die Waffen verstummen, und möge die Sicherheit aller garantiert werden und das Recht jedes jungen Menschen auf Schulbildung", mahnte er bei der Generalaudienz. Gleichzeitig betete er für die englischsprachigen Regionen im Westen Kameruns.

Präsident Paul Biya hatte 2016/17 Schulen und Gerichte auch in englischsprachigen Gebieten zum Gebrauch der französischen Sprache verpflichtet. Seitdem kommt es immer wieder zu mutmaßlich von Separatisten verübten Anschlägen. Die Regierung reagiert mit verstärkter Gewalt. Hunderttausende Menschen sind geflohen.