Orthodoxe: Finanzielle Einbußen durch Corona

Orthodoxe: Finanzielle Einbußen durch Corona

Die orthodoxen Kirchen in Deutschland haben durch die Corona-Pandemie finanzielle Einbußen erlitten. Die orthodoxen Diözesen Deutschlands erhöben bekanntlich keine Kirchensteuer, sondern lebten von den Spenden der Kirchenbesucher, sagte der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD), Metropolit Augoustinos, bei einem Spitzentreffen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). "So bekommen wir den finanziellen Verlust besonders schmerzhaft zu spüren."

Wie EKD und Orthodoxe Bischofskonferenz am Montag mitteilten, standen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kirchen im Mittelpunkt der diesjährigen Kontaktgespräch der beiden Kirchenbünde, das am 23. Oktober digital stattfand. Die orthodoxen Christen bilden mit rund 1,4 Millionen Gläubigen die drittstärkste christliche Konfession in Deutschland.

Bei den Beratungen habe sich herausgestellt, dass die mannigfaltigen Herausforderungen, mit denen beide Kirchen aufgrund der Pandemie überraschend konfrontiert gewesen seien, "mit gutem Erfolg gemeistert werden konnten", hieß es weiter. Doch "die Anstrengungen, die die Kirchen unternommen haben, wurden in der Öffentlichkeit nur unzureichend wahrgenommen", stellte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm fest. In den meisten Gemeinden sei Beachtliches geleistet worden, um trotz Kontaktbeschränkungen für die Menschen da zu sein. Nachträglich sei aber auch darüber nachgedacht worden, wo man als Kirche keine Konzepte gefunden habe, beispielsweise in der Begleitung Sterbender in den Altersheimen.

An dem Gespräch nahmen auch die EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber sowie Erzpriester Radu Constantin Miron, der zugleich Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) ist, teil. Am Ende der Beratungen äußerten sich die Vertreter der EKD und der OBKD dankbar für das vertrauensvolle Verhältnis untereinander.

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