Papst: Weltweiter Hunger durch ungleiche Verteilung der Güter

Papst: Weltweiter Hunger durch ungleiche Verteilung der Güter

Papst Franziskus hat mangelnden Einsatz im Kampf gegen Unterernährung beklagt. Der weltweite Hunger sei nicht nur eine Tragödie, sondern eine "Schande", sagte er am Freitag in einer Videobotschaft zum Welternährungstag an die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) in Rom. Der Hunger gehe größtenteils auf die ungleiche Verteilung der Güter der Erde zurück.

Klimaveränderungen, mangelnde Investitionen in die Landwirtschaft und zahlreiche Konflikte verschlimmerten die Lage, beklagte das Kirchenoberhaupt anlässlich des 75. Gründungstags der FAO. Gleichzeitig würden große Mengen Lebensmittel weggeworfen. Niemand dürfe diesen Tatsachen gleichgültig gegenüberstehen oder sich dadurch gelähmt fühlen: "Wir sind alle verantwortlich."

Angesichts der anhaltenden und durch die Corona-Pandemie noch verschlimmerten Lage bekräftigte der Papst seine Forderung nach der Gründung eines Fonds gegen den Hunger und für Entwicklung aus Mitteln, die bisher für Waffen ausgegeben werden. Auf diese Weise könnten zahlreiche Konflikte und Migrationsursachen vermieden werden.

Franziskus forderte überdies "innovative Lösungen" bei der Produktion und beim Verbrauch von Lebensmitteln, die den Menschen zugute kommen und nachhaltiger sein müssten.

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