Papst empfängt nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Laschet

Papst empfängt nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Laschet

Papst Franziskus hat am Donnerstag den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) in einer Audienz empfangen. Im Mittelpunkt der Begegnung hätten der Umgang mit der Corona-Pandemie und die Lage der Flüchtlinge weltweit gestanden, erklärte Laschet im Anschluss an seinen Besuch im Vatikan.

Papst Franziskus sorge sich um den weltweiten Zusammenhang, sagte Laschet nach der Begegnung. Die neue Enzyklika "Fratelli tutti", die Franziskus am Samstag in Assisi unterzeichnen wird, beschäftige sich daher mit den Lehren, die Staaten und Individuen aus der Corona-Pandemie ziehen könnten. Angesichts der Flüchtlingsströme appelliere der Papst an die Länder im Norden, den Süden und die Not der Flüchtlinge nicht zu vergessen, erklärte Laschet. Darüber hinaus dringe er darauf, aus einer "Kultur der Gleichgültigkeit" herauszukommen.

Laschet lud Franziskus den Angaben zufolge zu einem Besuch nach Deutschland ein. Dieser verfolge die Entwicklung in Deutschland "mit großem Interesse". Überdies hege er große Wertschätzung gegenüber Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), sagte Laschet.

Anlass für eine Papstreise nach Deutschland könne im kommenden Jahr die 1.700-jährige Präsenz von Juden in Deutschland sein, äußerte Laschet. Der Papst sei ein "leidenschaftlicher Kämpfer gegen jede Form von Antisemitismus", betonte er. Franziskus erinnere daran, dass das Judentum eine Wurzel des Christentums sei.

Bei seinem zweiten Besuch beim Papst überreichte Laschet ihm ein antikes jüdisches Gebetbuch. Das Kirchenoberhaupt schenkte dem CDU-Politiker ein signiertes Exemplar seiner letzten Botschaft zum Weltfriedenstag. Ein Papstbesuch in Deutschland im kommenden Jahr gilt jedoch aufgrund zahlreicher auf das kommende Jahr verschobenen regulären Termine des Kirchenoberhaupts als unwahrscheinlich.

Meldungen

Top Meldung
Menschen mit Schutzmasken beim U-Bahn fahren
Die Theologin Margot Käßmann hat angesichts steigender Corona-Zahlen dazu aufgerufen, noch intensiver füreinander einzustehen und mehr Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen.