Auftakt zur Interkulturellen Woche am Sonntag

Auftakt zur Interkulturellen Woche am Sonntag

Am Sonntag startet mit einem ökumenischen Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom die bundesweite Interkulturelle Woche. Im Mittelpunkt steht das Gedenken an die Opfer des Oktoberfestattentates von 1980, wie das Erzbistum München und Freising am Montag mitteilte. Den Gottesdienst feiern der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx und der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, zusammen mit dem deutschen Metropoliten Augoustinos von Deutschland, Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz. Jüdische sowie muslimische Vertreter werden Grußbotschaften verlesen.

Beim Anschlag auf das Oktoberfest am 26. September 1980 hatte der Attentäter Gundolf Köhler aus rechtsextremistischer Motivation heraus eine Bombe am Haupteingang zum Münchner Oktoberfest gezündet. 13 Menschen wurden getötet, unter ihnen auch der Attentäter. Mehr als 221 Personen wurden teilweise schwer verletzt.

Bedford-Strohm sagte, die Interkulturelle Woche wolle der menschenfeindlichen Gewalt, wie sie sich im rechtsradikalen Anschlag auf das Oktoberfest gezeigt habe, "das positive Bild eines Zusammenlebens entgegensetzen", in dem die Unterschiedlichkeit der Kulturen nicht Anlass zu Hass sei, sondern Grundlage für ein wechselseitiges Kennenlernen. Marx sagte, niemals dürfe man wegsehen, wenn Angehörige anderer Kulturen, Religionen und Nationalitäten benachteiligt oder verfolgt werden.

Die Interkulturelle Woche findet seit 1975 im September in mittlerweile mehr als 500 Städten und Gemeinden statt. Sie geht auf eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der EKD und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie zurück. Getragen wird sie von Kommunen, Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Migrantenverbänden sowie zivilgesellschaftlichen Institutionen.

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