Bündnis "Seebrücke" demonstriert für Flüchtlingsaufnahme

Bündnis "Seebrücke" demonstriert für Flüchtlingsaufnahme

Das Bündnis "Seebrücke" hat am Sonntag in Berlin für die sofortige Aufnahme von Bewohnern des niedergebrannten Flüchtlingslagers Moria auf Lesbos demonstriert. Die Teilnehmerzahl habe sich im "mittleren vierstelligen Bereich", also bei etwa 5.000, bewegt, sagte ein Polizeisprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd). Damit seien mehr als die zuvor angemeldeten 3.000 Demonstrations-Teilnehmer gekommen.

Die Kundgebung stand unter dem Motto "Es reicht! Wir haben Platz!". Das Bündnis "Seebrücke" verwies darauf, dass in Deutschland über 170 Städte und Kommunen bereit seien, sofort Menschen aufzunehmen. Im Land Berlin und in Thüringen gebe es zudem eigene Landesaufnahmeprogramme für die Flüchtlingsaufnahme. Bremen wolle sich in Kürze anschließen. "Unsere Kommunen, unsere Städte, unsere Landkreise, unsere Kirchengemeinden - unsere Zivilgesellschaft will Menschen aufnehmen", hieß es. All diese Initiativen würden von der Bundesregierung jedoch blockiert, kritisierte "Seebrücke".

"Zehntausende Menschen müssen seit Jahren in völlig überfüllten Lagern, in Dreck und Hoffnungslosigkeit auf den ägäischen Inseln ausharren", hieß es weiter. Und: "Wir sind entsetzt, dass die EU die neueste Eskalation in Moria trotz vielfacher Warnungen hat geschehen lassen." Das Bündnis warf der Politik vor, "die unmenschlichen Bedingungen in den Lagern an den europäischen Außengrenzen" bewusst zu wollen.

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