Umfrage: Mehr Menschen entscheiden sich für Organspende

Umfrage: Mehr Menschen entscheiden sich für Organspende

Immer mehr Menschen entscheiden sich offenbar dafür, nach ihrem Tod Gewebe oder Organe zu spenden. Mit 62 Prozent hätten deutlich mehr Befragte eine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende getroffen als bei der vorangegangenen Umfrage, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am Mittwoch in Köln mitteilte. Im Jahr 2018/2019 lag dieser Wert noch bei 56 Prozent.

Die Gesundheitsbehörde des Bundes veröffentlichte erste Ergebnisse ihrer bundesweiten Repräsentativbefragung "Einstellung, Wissen und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende in Deutschland 2020". Für die repräsentative Erhebung wurden den Angaben nach von April bis Mai bundesweit 4.001 Bürgerinnen und Bürger im Alter von 14 bis 75 Jahren befragt.

Gestiegen sei auch der Anteil derer, die ihre Entscheidung in einem Organspendeausweis oder einer Patientenverfügung festgehalten haben, hieß es. Waren es bei der vorherigen Umfrage 39 Prozent, so sind es aktuell 44 Prozent. 18 Prozent der Befragten haben eine Entscheidung getroffen, sie jedoch nicht schriftlich dokumentiert. 82 Prozent der in diesem Jahr Befragten stehen dem Thema Organ- und Gewebespende positiv gegenüber. 2018 waren es mit 84 Prozent etwas mehr.

In der im Frühjahr 2020 durchgeführten Erhebung wurde zudem gefragt, ob das im Januar vom Bundestag verabschiedete Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende bekannt ist. Im Ergebnis wissen dies 50 Prozent der Befragten. 35 Prozent sind darüber informiert, dass mit der neuen Rechtsgrundlage, die ab 1. März 2022 gelten wird, eine Dokumentation der Entscheidung zur Organ- und Gewebespende in einem Online-Register möglich sein wird.

epd lwd