Bauorden sucht Helfer für soziale Projekte

Bauorden sucht Helfer für soziale Projekte

Nach längerer Corona-Pause startet der Internationale Bauorden ab August wieder mit neuen Baucamps in Deutschland und einigen europäischen Ländern. Auch in schwierigen Zeiten könnten junge Menschen soziale und gemeinnützige Einrichtungen bei Bau- und Renovierungsarbeiten unterstützen, teilte die Organisation mit Sitz in Ludwigshafen am Dienstag mit. Neue Bauprojekte (Baucamps) für Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von 18 bis 26 Jahren gebe es in Estland, Tschechien, Polen, Litauen, Kroatien, Frankreich, Österreich und im elsässischen Wissembourg.

Im Soomaa-Nationalpark bei Tipu in Estland helfen die Freiwilligen beim Umbau einer alten Schule zu einem Umwelt- und Naturpädagogikzentrum für Kinder- und Jugendliche, wie es hieß. Im tschechischen Vendoli unterstützt der Bauorden den gemeinnützigen Verein "Bonanza" beim Ausbau eines Bauernhofs für benachteiligte Kinder und Jugendliche. In Deutschland werden Baucamps für Menschen mit Behinderungen in Wickersdorf (Thüringen) sowie generationsübergreifende Wohnprojekte im niedersächsischen Hitzacker und in Mannheim unterstützt.

Die tägliche Arbeitszeit bei den zwei- bis dreiwöchigen Baucamps beträgt sieben bis acht Stunden. Unterkunft und Verpflegung sind für die Helfer frei, Versicherungen schließt der Bauorden ab. Die Teilnehmer zahlen eine Anmeldegebühr und tragen ihre Reisekosten selbst.

Der 1953 von dem niederländischen Priester Werenfried van Straaten gegründete Internationale Bauorden unterstützt europaweit soziale und gemeinnützige Einrichtungen bei Bau- und Renovierungsarbeiten. Auch engagiert er sich im Bereich Gedenken und Erinnern, organisiert Kulturveranstaltungen sowie Vorträge und Seminare zur Situation von Minderheiten und zu europäischen und interkulturellen Themen. Mehr als 360.000 vorwiegend junge Menschen haben bisher als Freiwillige im Bauorden geholfen, der Mitglied im Bund der Katholischen Jugend (BDKJ) ist.

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