Antisemitismusbeautragter kritisiert Übergriff auf Rabbiner

Antisemitismusbeautragter kritisiert Übergriff auf Rabbiner

Der bayerische Antisemitismusbeauftragte Ludwig Spaenle hat den Übergriff auf einen Rabbiner in München scharf verurteilt. "Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen jüdischen Glaubens zu Opfern von Beleidigung und tätlichen Übergriffen werden", sagte Spaenle am Sonntag. Er kritisierte zudem mangelnde Zivilcourage von Passanten.

Es mache ihn betroffen, dass einige Bürgerinnen und Bürger zwar den Vorfall beobachtet hätten. Diese seien jedoch weder dem Rabbiner zur Hilfe geeilt, noch hätten sie die Polizei gerufen, kritisierte der CSU-Politiker. Nötig sei eine "Kultur des Hinschauens und der Solidarität".

Nach Polizeiangaben war der Münchner Gemeinderabbiner am Donnerstag in der Innenstadt von vier jungen Männern zwischen 20 und 30 Jahren verfolgt und beleidigt worden. Sie sollen untereinander Arabisch gesprochen haben. Dem 60-jährigen, der an seiner Kippa als Jude erkennbar war, sollen sie auf Englisch abfällige Äußerungen über den Staat Israel zugerufen haben.

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