Windräder auf See sollen mehr Strom produzieren

Windräder auf See sollen mehr Strom produzieren

Über Windräder auf See soll künftig deutlich mehr Strom gewonnen werden. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin auf den parlamentarischen Weg gebracht hat. Demnach sollen die Windkraftanlagen auf dem Meer so ausgebaut werden, dass deren Leistung bis zum Jahr 2030 von 15 Gigawatt auf 20 Gigawatt gesteigert werden kann.

Dafür sollen die bürokratischen Verfahren besser verzahnt und beschleunigt werden. Als langfristiges Ausbauziel werden 40 Gigawatt bis 2040 verankert. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erklärte, die Offshore-Windenergie werde ganz wesentlich dazu beitragen, im Jahr 2030 einen Anteil erneuerbarer Energien von 65 Prozent am Bruttostromverbrauch zu erreichen.

Umweltorganisationen begrüßten in Stellungnahmen die Ausbaupläne bis 2030, fordern jedoch gleichzeitige Anstrengungen zum Schutz der Meeresnatur. Die Deutsche Umwelthilfe und Greenpeace mahnten, dass das Ökosystem an anderer Stelle entlastet werden müsse - etwa durch weniger Fischerei, weniger Schiffsverkehr und einen geringeren Abbau von Rohstoffen.

Der Naturschutzbund Nabu kritisierte die Festlegung auf das Langfristziel bis 2040 zum jetzigen Zeitpunkt als verfrüht. Bei einem solchen Ausbau würden ohne gleichzeitigen Naturschutz vor allem wandernde Vogelarten große Lebensräume verlieren. Auch mögliche Auswirkungen auf die Schweinswale müssten weiter untersucht werden. Der WWF warnte mit Blick auf das Langfristziel ebenfalls vor zu großen Einbußen beim Meeresschutz.

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