Orchestervereinigung will Auftritte in Gottesdiensten ermöglichen

Orchestervereinigung will Auftritte in Gottesdiensten ermöglichen
Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) appelliert an die Kirchen, in den kommenden Wochen bei Gottesdiensten bevorzugt freischaffende Musiker auftreten zu lassen und diese zu bezahlen.

"Das könnte für viele ein erster Schritt zurück in ein 'normales' Berufsleben und in die Selbstständigkeit sein", erklärte Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV), in Berlin. In Briefen an den Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, und den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, regte der Verband solche honorierten Auftrittsmöglichkeiten an.

Kirchen können seit Anfang Mai wieder Gottesdienste und Amtshandlungen mit größeren Gemeindegruppen abhalten. "Der Einsatz eigener Instrumentalgruppen, insbesondere eigener Chöre, bleibt aus Gründen des Gesundheitsschutzes wohl noch für längere Zeit ungewiss", sagte Mertens: "Diese Lücke könnten Freischaffende füllen."

Musiker am längsten vom Shutdown betroffen

Die Orchestervereinigung verwies darauf, dass durch den Shutdown des öffentlichen Lebens seit Mitte März fast alle freischaffenden Berufsmusiker ihre Verdienstmöglichkeiten verloren haben. "Sie verloren als erste ihre Aufträge und werden unter den gegebenen Umständen die letzten sein, die wieder auftreten und selbstständig ihren Lebensunterhalt verdienen können", sagte Mertens mit Blick auf abgesagte Konzerte und ausfallenden Unterricht. Die Kirche könnten mit "einen wichtigen Beitrag für diese besonders betroffene Berufsgruppe leisten".

Die DOV vertritt neben den professionellen Musikerinnen und Musikern in Berufsorchestern, Rundfunkorchestern und -chören sowie freien Ensembles auch die Interessen der freischaffenden Berufsmusikerinnen und -musiker.

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