Proteste gegen Kohlekraftwerk Datteln 4 gehen weiter

Proteste gegen Kohlekraftwerk Datteln 4 gehen weiter

Greenpeace-Aktivisten haben am Mittwochmorgen am Steinkohlekraftwerk Datteln 4 gegen die Inbetriebnahme der Anlage protestiert. "Wer im Jahr 2020 ein weiteres Kohlekraftwerk ans Netz bringt, handelt verantwortungslos und ignoriert die Klimawissenschaft", erklärte Greenpeace-Klimaexpertin Lisa Göldner. "Mit Datteln 4 steigt der Ausstoß an Treibhausgasen."

Statt eines neuen Kohlekraftwerks fordert die Umweltorganisation einen massiven Ausbau von erneuerbaren Energien. Weitere Umweltverbände wollten vor der Aktionärsversammlung des Kraftwerksbetreibers Uniper am Mittwochmorgen vor der Uniper-Zentrale in Düsseldorf protestieren.

An dem Kraftwerk im Ruhrgebiet, das im Juni in den Regelbetrieb gehen soll, hatte es in den vergangenen Monaten immer wieder Proteste gegeben. Ende Januar hatte das Bundeskabinett das Gesetz zum Kohleausstieg auf den Weg gebracht. Der Entwurf sieht vor, dass die Stein- und Braunkohlekraftwerke in Deutschland bis spätestens 2038 abgeschaltet werden, wenn möglich bis 2035. Umweltorganisationen kritisieren, dass noch weitere 18 Jahre in Deutschland Kohle verstromt werden und Datteln 4 trotz der Ausstiegspläne noch ans Netz gehen soll. Die Bundesregierung verteidigt dies mit dem Argument, dass Datteln 4 das modernste Kraftwerk sei.

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