Kirche ruft zu Zuversicht und Trost auf

Kirche ruft zu Zuversicht und Trost auf

Der sächsische Landesbischof Tobias Bilz hat auch in Zeiten der Corona-Pandemie zu Zuversicht und Hoffnung aufgerufen. Trotz der Krise könnten wir in diesen Frühlingstagen das Glück des Aufbruchs spüren, sagte der Bischof am Karfreitag in einem ARD-Fernsehgottesdienst aus der Dresdner Frauenkirche. "Das kann unser Herz mit Dankbarkeit erfüllen", sagte Bilz.

Der Bischof verwies auf den vor 75 Jahren im KZ Flossenbürg von den Nazis ermordeten Theologen und NS-Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer, wonach in schweren Zeiten die Unterschiede zwischen Gläubigen und Ungläubigen verwischen. Wichtig sei in solchen Zeiten das "Menschsein" und auch bei den sogenannten Ungläubigen gebe es dann eine große Nähe zu Gott.

Die Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke sagte in ihrer Predigt, Karfreitag und Ostern zeigten, aus Gräbern könne Trost und Hoffnung kommen. Jesus als Gottes Sohn habe sich konsequent gefügt. Er habe den Versuchungen widerstanden, sich selbst zu helfen und sei "Gehorsam bis ans Kreuz" gewesen. Das habe er geschafft, weil er seinen Gott nicht aufgegeben habe, sagte die Theologin.

Neben dem Landesbischof und der Frauenkirchenpfarrerin gestaltete Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt den Karfreitagsgottesdienst in der Unterkirche der im Zweiten Weltkrieg zerstörten und ab 1994 wiederaufgebauten Barockkirche. Die musikalische Leitung hatten Frauenkirchenorganist Samuel Kummer und Frauenkirchenkantor Matthias Grünert.

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