Bangladesch riegelt Distrikt mit Rohingya-Flüchtlingscamps ab

Bangladesch riegelt Distrikt mit Rohingya-Flüchtlingscamps ab

Die Behörden in Bangladesch haben wegen der Corona-Pandemie den Distrikt Cox's Bazar abgeriegelt. In der südöstlichen Region liegen die Camps, in denen eine Million Rohingya-Flüchtlinge unter teils unmenschlichen Bedingungen lebt. Nur eine medizinische Notfallversorgung sowie das Verteilen von Nahrungsmitteln an die Flüchtlinge werde beibehalten, berichtete das Nachrichtenportal "BDNews 24" am Freitag. Armee und Polizei kontrollierten in den Camps Kontrollen und hätten im ganzen Distrikt Straßensperren errichtet.   Noch gibt es in den überfüllten Flüchtlingslagern selbst keine bestätigten Covid-19-Infektionen. Hilfsorganisationen und Menschenrechtler warnen jedoch vor erhöhten Risiken für die Rohingya. Mehr als 740.000 von ihnen waren allein Ende August 2017 vor einer brutalen Offensive des Militärs in Myanmar ins benachbarte Bangladesch geflohen.   Als eines der ärmsten Länder der Welt ist Bangladesch kaum für die Corona-Pandemie gerüstet. Am Freitagvormittag (MESZ) wurden laut der US-Universität Johns Hopkins landesweit 330 Infizierte und 21 Tote registriert. Fachleute gehen jedoch von weitaus höheren Zahlen aus.

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