Bätzing: Europäer müssen in Corona-Krise solidarisch sein

Bätzing: Europäer müssen in Corona-Krise solidarisch sein

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat den Christen in anderen europäischen Ländern seine Solidarität in der Corona-Krise bekundet. "Gerade Italien, Spanien und Frankreich sind besonders hart von der Corona-Pandemie betroffen. Als Christen und Europäer stehen wir in diesen dunklen Stunden Seite an Seite", erklärte der Limburger Bischof am Donnerstag nach Telefonaten mit den Vorsitzenden mehrerer europäischer Bischofskonferenzen.

Er habe von den anderen Vorsitzenden bewegende Schilderungen über die Lage in den Corona-Gebieten erhalten, sagte Bätzing: "Das sind Situationen, die zu Herzen gehen, die aber auch zeigen, dass die Kirche mit ihren vielfältigen Diensten in der Pastoral und der Krankenpflege und der Caritas niemanden alleine lässt." Er hatte den Angaben zufolge am Vortag mit dem Vorsitzenden der Französischen Bischofskonferenz, Bischof Éric de Moulins-Beaufort, dem Vorsitzenden der Spanischen Bischofskonferenz, Kardinal Juan Jose Omella, dem Vorsitzenden der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Gualtiero Bassetti, sowie dem Präsidenten der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (Comece), Kardinal Jean-Claude Hollerich, telefoniert.

Für die Menschen gebe es in allen Ländern einschneidende Behinderungen im Alltag, fügte Bätzing hinzu. Als schmerzlich werde das Verbot von Gottesdiensten gesehen. "Ich habe von unseren Erfahrungen aus Deutschland berichtet und erläutert, dass wir zu diesem Verbot stehen, weil wir als Kirche so - in dieser Situation - vernünftig und verantwortungsvoll handeln", sagte er.

Bei allen vier Gesprächspartnern habe er eine tiefe Bewunderung für das Gebet von Papst Franziskus auf dem leeren Petersplatz vor zwei Wochen erfahren: "Wo im Sterben der Pandemie oft die letzte Hoffnung geraubt wird, gelingt es dem Papst, Zuversicht, zumindest aber Trost zu vermitteln. Das eint uns. Deshalb feiern wir Ostern", sagte Bätzing.

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