Präses Kurschus begrüßt Aufnahme von Flüchtlingskindern

Präses Kurschus begrüßt Aufnahme von Flüchtlingskindern

Die westfälische Präses Annette Kurschus hat die angekündigte Übernahme unbegleiteter Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern begrüßt. Das sei ein Anfang, erklärte die leitende Theologin der viertgrößten Landeskirche am Donnerstag in Bielefeld. In Deutschland seien jedoch viele Menschen und Städte bereit, Kinder und Jugendliche aufzunehmen. "Dieses Engagement muss politisch gewürdigt und weitere rechtliche Möglichkeiten müssen eröffnet werden", forderte Kurschus, die auch stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist.

Ebenso wie Corona-Patienten aus Italien oder anderen Ländern zur Behandlung nach Deutschland gebracht würden, sei es nötig und möglich, auch Menschen aus den griechischen Lagern aufzunehmen, erklärte Kurschus. Damit könne zu einer Entspannung der verzweifelten Lage beigetragen werden. Das sei nicht nur ein Gebot der Humanität. "Es entspräche auch unseren christlichen Grundhaltungen, die in Zeiten der Viruskrise an vielen Orten so beeindruckend gelebt werden", sagte die leitende Theologin.

Nach wochenlangen Verzögerungen soll die Aufnahme von Kindern aus den überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln in der nächsten Woche starten. Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch in Berlin dem Vorschlag von Innenminister Horst Seehofer (CSU) zugestimmt, 50 unbegleitete Minderjährige aufzunehmen. Das sei ein erster Schritt, hieß es. Insgesamt will die Bundesregierung 300 bis 500 Flüchtlinge aus den Lagern übernehmen.

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