Corona: Woelki hat Verständnis für Absage von Gottesdiensten

Corona: Woelki hat Verständnis für Absage von Gottesdiensten

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki hat Verständnis dafür, dass im Zuge der Bekämpfung der Corona-Pandemie auch Gottesdienste untersagt wurden. Ein solcher Schritt sei nötig, weil "eine Zusammenkunft in den Kirchen selbst zur Gefahr würde, wenn Teilnehmer andere mit dem Coronavirus infizieren" sollten, sagte der Kardinal dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag). Das Erzbistum folge deshalb den Vorgaben der staatlichen Behörden und setze über das Osterfest hinaus alle öffentlichen Gottesdienste aus.

Zu Ostern würden deshalb nur "Notlösungen" praktiziert, "die wir mit Gottesdienstübertragungen und Live-Streaming im Internet etabliert haben", sagte Woelki der Zeitung. Das Erzbistum habe die Seelsorger aber aufgefordert, die Kirchen geöffnet zu halten. "Wir laden unsere Seelsorger auch ein, verstärkt in den Kirchen als Ansprechpartner präsent zu sein."

Der Kardinal zeigte überdies Verständnis dafür, dass es viele Menschen gibt, die nach einem Ende der Beschränkungen des öffentlichen Lebens fragten. Die Entscheidungen darüber, wann welche Maßnahmen gelockert oder aufgehoben werden können, müsse aber "in die Hände der Fachleute" gelegt werden. "Im Moment muss der Schutz des Lebens an erster Stelle stehen, und dafür muss alles getan werden", unterstrich er.

Zugleich kündigte der Erzbischof an, die im März kurzfristig gestoppte Veröffentlichung einer Studie zum Umgang der Kirchenleitung mit Fällen sexuellen Missbrauchs bald zu veröffentlichen. Der Bericht einer Münchner Rechtsanwaltskanzlei werde noch in diesem Jahr vorgelegt - "und zwar so früh wie möglich", sagte Woelki. Der Kardinal sicherte volle Transparenz samt der Namensnennung ehemaliger oder noch aktiver Entscheidungsträger zu, die in dem Bericht eine Rolle spielen. "Wir werden aufklären. Nichts von dem, was wir versprochen haben, wird zurückgenommen", betonte Woelki. "Namen werden genannt. Aber dafür müssen die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden." Aus diesem Grund sei die Veröffentlichung auch zunächst verschoben worden.

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