Heil wirbt trotz Einbruchs am Arbeitsmarkt weiter um Zuversicht

Heil wirbt trotz Einbruchs am Arbeitsmarkt weiter um Zuversicht

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat in der Corona-Krise erneut um Zuversicht geworben. Deutschland habe Ressourcen, um sich gegen die Folgen der Krise zu stellen, sagte er am Dienstag in Berlin. Die Arbeitslosenzahlen würden aber steigen. "Wir werden nicht jeden Arbeitsplatz garantieren können, wir werden aber um jeden Arbeitsplatz kämpfen." Eines der wichtigsten Mittel sei die Erleichterung der Kurzarbeit, sagte Heil.

Heil zufolge haben bis Ende vergangener Woche bereits 470.000 Betriebe einen Antrag auf Kurzarbeit gestellt. Wie viele im Verlauf der Krise Kurzarbeit in Anspruch nehmen, lasse sich heute nicht abschätzen, sagte er. Es würden aber deutlich mehr werden als in der Finanzkrise 2009, als in Spitzenzeiten 1,4 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit waren. Entscheidend sei, wie lange die Krise andauere.

Dem Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, zufolge gab es im vorigen Jahr rund 1.300 Anträge auf Kurzarbeit pro Monat, im November mit 1.900 etwas mehr. Der Anstieg sei "rasant" und deutlich stärker als in der Finanzkrise. Wie viele Menschen tatsächlich in Kurzarbeit gehen und in welchem Umfang könne man erst sagen, wenn mit den Betrieben abgerechnet werde, erklärte Scheele.

In den Arbeitsmarktzahlen vom März spiegelt sich die Krise noch nicht wider, da sie nur bis zum 12. März reichen und die Verschärfung der Corona-Krise nicht erfassen. Danach ist die Zahl der Arbeitslosen im März jahreszeitlich bedingt gegenüber dem Februar um 60.000 auf 2.335.000 Menschen gesunken. Bereinigt um die saisonalen Faktoren stieg die Zahl leicht um 1.000 Erwerbslose. Im Vergleich zum März des Vorjahres gab es 34.000 Erwerbslose mehr. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Februar um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent und ist damit genauso hoch wie im Vorjahr.

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