Corona-Pandemie: Ökumenische Bewegung will Leben schützen

Corona-Pandemie: Ökumenische Bewegung will Leben schützen

Angesichts der Corona-Pandemie hat die weltweite ökumenische Bewegung zum Schutz des Lebens aufgerufen. Alle Menschen sollten zum Kampf gegen die Atemwegserkrankung Covid-19 beitragen, heißt es in einer gemeinsamen pastoralen Erklärung des Weltkirchenrates und regionaler Verbände, die am Donnerstag in Genf veröffentlicht wurde.

"Aus Liebe ist es wichtig und dringend erforderlich, dass wir die Formen unserer Gottesdienste und die Art unserer Gemeinschaftlichkeit an die Bedürfnisse in dieser Zeit der pandemischen Ansteckung anpassen, um jedes Risiko zu vermeiden, dass wir zum Ausgangspunkt der Virus-Übertragung werden", erklärten die neun Generalsekretäre der Verbände.

Die Generalsekretäre forderten die Kirchen dazu auf, sich auf sichere Weise um die Armen, die Kranken, die Ausgestoßenen, die Flüchtlinge und die Betagten zu kümmern, für sie sorgen und sie zu behüten.

Zudem hielten die Generalsekretäre fest: "Zurzeit sind die Menschen in vielen Teilen der Welt ans Haus gebunden. Ans Haus gebunden zu sein bedeutet nicht, dass wir keine tiefe, geistliche Solidarität miteinander kraft unserer Taufe im Leib Christi erleben können."

In der Erklärung empfehlen sie, zu Hause zu beten und Gott um Kraft, Heilung und Mut zu bitten. "Wir können unsere Liebe zu Gott und für unsere Nächsten zeigen, indem wir nicht an öffentlichen Gottesdiensten teilnehmen", heißt es. Viele Kirchengemeinden könnten ihre Gottesdienstversammlungen online oder digital verbreiten.

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