Caritas warnt vor verheerenden Corona-Folgen für Syrien

Caritas warnt vor verheerenden Corona-Folgen für Syrien

Das katholische Hilfswerk Caritas International befürchtet katastrophale Folgen der Corona-Pandemie für das Bürgerkriegsland Syrien. "Hier ist Schlimmes zu befürchten", sagte Caritas-International-Leiter Oliver Müller dem Sender SWR am Donnerstag. Vor allem in den vielen Flüchtlingslagern finde das Virus "hervorragende Bedingungen". "Es steht fest, dass kriegerische Bedingungen eigentlich den besten Nährboden für die Verbreitung des Virus bieten", betonte er.

Müller forderte, internationale Sanktionen zu reduzieren, um einen besseren Zugang nach Syrien zu bekommen und kranke und hungernde Menschen versorgen zu können. Es gehe vor allem um diejenigen, die im Kriegsgebiet rund um Idlib eingeschlossen und auf Lebensmittellieferungen angewiesen seien.

Die Situation sei dort "verheerend", führte Müller aus. "Es herrscht Hunger, es gibt praktisch keine gesundheitliche Versorgung und es ist sehr, sehr schwer für Hilfsorganisationen, dort zu helfen." Insbesondere für ältere Menschen werde es überlebensnotwendig sein, die Lebensmittelversorgung sicherzustellen.

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