Ostermarsch Rhein/Ruhr 2020 verlagert Proteste ins Netz

Ostermarsch Rhein/Ruhr 2020 verlagert Proteste ins Netz

Der Ostermarsch Rhein/Ruhr wird in diesem Jahr weitgehend ins Netz verlagert. Aufgrund der Corona-Pandemie könne er nicht in der gewohnten Form mit Demonstrationen und Kundgebungen stattfinden, erklärten die Veranstalter am Mittwoch in Dortmund. Stattdessen würden neue Formen des Protestes vorbereitet.

In Planung sind unter anderem ein Online-Protest am Karsamstag um 12 Uhr, eine Fotoaktion und Mitmachaktionen für Zuhause. Auch Liedermacher Konstantin Wecker habe einen Video-Beitrag zugesagt. Den Aufruf zum Ostermarsch unter dem Motto "Atomwaffen verbieten - Klima schützen statt aufrüsten - Nein zur EU-Armee!" haben über 500 Einzelpersonen und über 50 Initiativen und Organisationen unterzeichnet.

Die Corona-Epidemie mache die falsche Prioritätensetzung der Bundesregierung in der Frage der Sicherheit deutlich, betonten die Organisatoren. Innerhalb von fünf Jahren sei der Militärhaushalt von 33 auf 45,1 Milliarden Euro jährlich erhöht worden. Auf der anderen Seite gerate das Gesundheitssystem angesichts von Corona schnell an seine auch finanziellen Grenzen, erklärte Sprecher Joachim Schramm. "Statt eine nicht vorhandene militärische Bedrohung durch Russland an die Wand zu malen, würden wir besser damit fahren, in Europa eine neue Entspannungspolitik zu praktizieren und zum Wohle aller Menschen über die Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten."

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