Corona-Krise: Gorlebener Gebet fällt erstmals seit 30 Jahren aus

Corona-Krise: Gorlebener Gebet fällt erstmals seit 30 Jahren aus

Die ökumenische Initiative "Gorlebener Gebet" hat erstmals seit 30 Jahren die sonntäglichen Andachten im Gorlebener Wald abgesagt. Wegen des Coronavirus fielen die Veranstaltungen bis auf weiteres aus, sagte Koordinatorin Christa Kuhl am Mittwoch dem epd. Von der Absage war bereits die für den vergangenen Sonntag geplante Veranstaltung betroffen. Die Initiative regte an, stattdessen jeden Sonntag um 14 Uhr zu Hause ein Gebet zu halten.

Beim "Gorlebener Gebet" mahnen die Teilnehmer mit Liedern, Redebeiträgen und Gebeten einen anderen Umgang mit der Schöpfung und konkret mit Atommüll an. Anlass für die Gründung der Initiative waren die Pläne für ein nukleares "Entsorgungszentrum" in Gorleben. Bis heute gab es rund 1.800 Veranstaltungen. Neben evangelischen und katholischen Christen haben auch schon Muslime und eine jüdische Kantorin das Gebet geleitet.

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