Berliner Pflegekräfte kritisieren Mangel an Schutzausrüstungen

Berliner Pflegekräfte kritisieren Mangel an Schutzausrüstungen

Berliner Pflegekräfte kritisieren einen mangelnden Gesundheitsschutz für medizinisches Personal in der Corona-Krise. Fehlende Schutzausrüstungen und fehlende flächendeckende Corona-Tests von Beschäftigten gefährdeten den Gesundheitsschutz der Beschäftigten und Patienten in den Krankenhäusern, warnte das Berliner "Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus" am Dienstag in der Bundeshauptstadt. Jahrelange Sparvorgaben und Produktionsverlagerungen ins Ausland hätten zu einer "maximal knappen Materialbevorratung" geführt. Schutzkittel, Masken und Mundschutz müssten teilweise mehrfach verwendet werden.

Diese teilweise prekären Verhältnisse existierten aber nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in ambulanten Pflegeeinrichtungen, Seniorenheimen und Arztpraxen. Das Coronavirus trifft laut dem Bündnis das deutsche Gesundheitswesen in Zeiten von Pflegenotstand und Versorgungslücken, die ihre Ursache in der Ökonomisierung durch Fallpauschalen haben. Die Entscheidung der Politik, die Krankenhäuser jetzt durch Kompensationszahlungen von Wettbewerb und Sparzwang zu befreien, gehe in die richtige Richtung und habe erkannt, dass es der Markt nicht richten werde. Um das Überleben der ambulanten Pflegeeinrichtungen zu sichern, müssten aber auch hier die anfallenden Kosten refinanziert werden.

Das 2013 gegründete "Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus" kämpft für eine bessere Personalausstattung in Berliner Krankenhäusern. Gestartet wurde unter anderem ein Volksentscheid "Gesunde Krankenhäuser".

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