IWF kündigt Schuldenerlass für Somalia an

IWF kündigt Schuldenerlass für Somalia an

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat einen Schuldenerlass für Somalia angekündigt. Mehr als 100 Staaten hätten mit rund 334 Millionen US-Dollar genug Mittel zugesagt, um umfassende Schuldenerleichterungen vorzunehmen, erklärte IWF-Direktorin Kristalina Georgieva am Mittwoch (Ortszeit) in Washington. Sie sprach von einem Meilenstein. Das Bürgerkriegsland Somalia ist mit rund 5,3 Milliarden Dollar im Ausland verschuldet.

"Wir sind fest entschlossen, Somalia bei seinem Wiederaufbau nach einer langen Phase von Konflikt und Zerstörung zu helfen", sagte Georgieva. Der Schuldenerlass durch den IWF und andere Gläubiger soll nach ihren Worten im Rahmen der Initiative für hoch verschuldete arme Länder erfolgen. Dies werde Somalia den Zugang zu neuer Entwicklungshilfe öffnen und den Weg zu Wirtschaftswachstum ebnen, sagte sie.

Das Land am Horn von Afrika mit heute rund 15 Millionen Einwohnern versank nach dem Sturz des Diktators Siad Barre 1991 in Chaos und Bürgerkrieg. Seit 2012 gibt es eine Zentralregierung, die von der internationalen Gemeinschaft gestützt wird. In großen Teilen des Landes haben jedoch weiterhin Milizen wie die islamistische Al-Shabaab die Macht, die immer wieder Anschläge verüben, auch in der Hauptstadt Mogadischu.

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