Deutschland sagt Bangladesch Hilfen für Rohingya-Flüchtlinge zu

Deutschland sagt Bangladesch Hilfen für Rohingya-Flüchtlinge zu

Zur Unterstützung der Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) Bangladesch weitere 15 Millionen Euro zugesagt. Das Geld soll vor allem in Bildungsprojekte in den Flüchtlingscamps und den umliegenden Gemeinden fließen. Nach dem Zustrom von rund einer Million Rohingya aus dem Nachbarland sieht sich Bangladesch am Limit.

Müller sicherte die Mittel am Dienstagabend in einem Gespräch mit Ministerpräsidentin Sheikh Hasina in Dhaka zu. Seit der letzten großen Fluchtbewegung aus Myanmar im Sommer 2017 hat das Bundesentwicklungsministerium bereits 83 Millionen Euro für die Rohingya bereitgestellt, ein Teil davon für Bildungs- und Wasserprojekte in Myanmar.

Bereits in den vergangenen Jahrzehnten waren zahlreiche Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit vor Gewalt und Verfolgung aus Myanmar nach Bangladesch geflohen. Eine brutale Militäroffensive ab August 2017 trieb erneut mehr als 700.000 Menschen über die Grenze. In ihrer Heimat sind die Rohingya nach einem UN-Bericht vom Herbst weiter systematischer Verfolgung ausgesetzt.

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