Kirchliches Jugendzentrum in Hanau trauert um Anschlagopfer

Kirchliches Jugendzentrum in Hanau trauert um Anschlagopfer

Nach dem Anschlag in Hanau haben nach Angaben des evangelischen Dekanats Pfarrer und weitere kirchliche Mitarbeiter betroffenen Angehörigen zur Seite gestanden. Wie Dekan Martin Lückhoff am Freitag sagte, boten Schulpfarrer in den Schulen seelsorgerliche Begleitung für Jugendliche an und halfen dabei, der Trauer Raum zu geben.

"Wir stehen für ein unbedingt friedliches und gutes Miteinander der verschiedenen Religionen und Kulturen und pflegen dies seit Jahren in freundschaftlicher Verbundenheit. Daran soll auch diese schreckliche Tat nichts ändern", betonte Lückhoff. In vielen Kirchen werde auch in den nächsten Tagen in Gottesdiensten, Mahnwachen und Schweigeminuten der Opfer gedacht und ein Zeichen gegen den Rassismus gesetzt. "Wir verstehen das als Ausdruck der Freundschaft über die Grenzen von Konfession und Religion hinweg", erklärte er.

Zwei der Opfer des rechtsterroristischen Anschlags sind in evangelischen Einrichtungen der südhessischen Stadt wie dem Jugendzentrum Kesselstadt und der Fachstelle Ausbildungshilfe "Pilot" bekannt und geschätzt gewesen. Die Mitarbeiter der Einrichtungen seien tief bestürzt, sagte Lückhoff: "Sie ringen darum, wieder Fuß zu fassen." Pfarrer Jens Heller sagte, die beiden Jugendlichen hätten das Zentrum regelmäßig aufgesucht und bei der Stelle "Pilot" eine Ausbildung gemacht.

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