Friedlicher Protest gegen Höcke in Dresden

Friedlicher Protest gegen Höcke in Dresden

Lautstark, aber friedlich haben am Montagabend in Dresden nach Teilnehmerangaben Tausende Menschen gegen einen Auftritt des AfD-Politikers Björn Höcke bei der fremdenfeindlichen "Pegida"-Bewegung demonstriert. Alle Versammlungen verliefen friedlich, wie die Dresdner Polizei am späten Abend mitteilte. Bei "Pegida" seien zwei Plakate festgestellt worden, deren strafrechtliche Relevanz geprüft werde.

Wegen der Lautstärke des Gegenprotestes stand die "Pegida"-Versammlung auf dem Neumarkt kurz vor dem Abbruch. Wie Videosequenzen zeigen, wurden die Gegendemonstranten von der "Pegida"-Bühne dazu aufgerufen, ihre Musik leiser zu stellen, da diese "die Hauptversammlung" störe. "Pegida"-Chef Lutz Bachmann drohte mit dem Abbruch.

Zu den insgesamt drei Protestveranstaltungen hatten unter anderen die Dresdner Kreisverbände von CDU und FDP, die Sächsische Bibliotheksgesellschaft, evangelische und katholische Kirche, jüdische Gemeinden und das Bündnis "Dresden Nazifrei" aufgerufen. Einem Aufruf unter dem Motto "Demokratie braucht Rückgrat" hatten sich bereits am Wochenende zahlreiche Politiker angeschlossen, darunter der frühere Bundesinnenminister Gehart Baum (FDP), Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sowie die sächsischen Landesminister Barbara Klepsch, Sebastian Gemkow und Christian Piwarz (alle CDU).

Begonnen hatte der Protest gegen den Auftritt des Thüringer AfD-Politikers bereits am frühen Abend mit Friedensgebeten in Frauen- und Kreuzkirche. Laut Stiftung Frauenkirche waren in das evangelische Gotteshaus auf dem Neumarkt 600 bis 700 Menschen gekommen.

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