Venezuela startet landesweites Militärmanöver

Venezuela startet landesweites Militärmanöver

In Venezuela hat ein großangelegtes landesweites Militärmanöver begonnen. Damit wappne sich das Land gegen Aggressionspläne der Vereinigten Staaten, Kolumbiens und Brasiliens, sagte der sozialistische Staatschef Nicolás Maduro am Samstagabend (Ortszeit) im staatlichen TV-Sender VTV, wie lokale Medien berichteten. Rund 2,4 Millionen Soldaten und Zivilpersonen würden sich an der zweitägigen Militärübung beteiligen. Auf Fernsehbildern waren Panzer zu sehen, die durch menschenleere Straßen in Caracas fuhren.

Verteidigungsminister Vladimir Padrino López sagte im staatlichen Fernsehen: "Wir stellen ein Verteidigungsschild für unser Vaterland gegen die permanente Aggression auf." Es seien die ersten Manöver, bei denen es vor allem um die Verteidigung der Städte gehe. Maduro erklärte: "Wir haben das Recht, uns vorzubereiten." Er wirft Brasilien vor, Ende Dezember einen venezolanischen Militärstützpunkt angegriffen zu haben. Dabei wurde ein Soldat getötet. Brasiliens rechter Präsident Jair Bolsonaro wies die Vorwürfe zurück.

Das letzte große Militärmanöver in Venezuela fand Ende September vergangenen Jahres statt. Damals hatte Maduro Zehntausende Soldaten an die rund 2.200 Kilometer lange Grenze zu Kolumbien geschickt. Maduro wirft der konservativen Regierung unter Staatschef Iván Duque vor, sein Land destabilisieren zu wollen. In dem seit mehr als einem Jahr andauernden Machtkampf zwischen Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó zählt Kolumbien zu den wichtigsten Unterstützern des Oppositionsführers.

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