Tanzprotest gegen Gewalt an Frauen

Tanzprotest gegen Gewalt an Frauen

Hunderte Menschen haben am Freitag in Berlin und Potsdam mit einer Tanz-Demo gegen Gewalt an Frauen und Mädchen protestiert. Mit dem weltweiten Aktionstag "One Billion Rising" (Eine Milliarde erhebt sich) wird jährlich am Valentinstag auf die Opfer von männlicher Gewalt und Zwangsheirat aufmerksam gemacht. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen ist weltweit jede dritte Frau davon betroffen. Das sind etwa eine Milliarde Frauen und Mädchen.

An der Tanz-Demo vor dem Brandenburger Tor in Berlin beteiligten sich unter anderem die Sängerinnen Jocelyn B. Smith, Alex Stella und Lucile Mayr. Die Schirmherrschaft hatte Berlins Gleichstellungssenatorin Dilek Kalayci (SPD). "Keine Frau und kein Mädchen, das Opfer von Gewalt, sexueller Gewalt oder Belästigung wird, soll sich verstecken", sagte Kalayci in einem Grußwort. "One Billion Rising" mache in beeindruckender Weise auf dieses Thema aufmerksam.

In Potsdam fand die Tanz-Demo auf dem Alten Markt statt und wurde von Integrationsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) eröffnet. Das Tanzen im öffentlichen Raum stehe für Stärke und Solidarität, sagte die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt, Martina Trauth.

Der weltweite Aktionstag wurde 2012 von der US-Künstlerin und Feministin Eve Ensler initiiert. Mittlerweile beteiligen sich über 120 Länder an der Aktion. In Deutschland fanden Tanz-Demos in über 170 Städten statt.

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