Trump attackiert Gegner bei Nationalem Gebetsfrühstück

Trump attackiert Gegner bei Nationalem Gebetsfrühstück

Einen Tag nach seinem Freispruch beim Amtsenthebungsverfahren hat US-Präsident Donald Trumpbeim Nationalen Gebetsfrühstück in Washington die Bedeutung des Glaubens für die USA unterstrichen und politische Gegner attackiert. So lange er Präsident sei, werde die Regierung für Religionsfreiheit kämpfen, sagte Trump am Donnerstag vor rund 3.000 Gästen aus mehr als 100 Nationen.

Das von Kongressmitgliedern organisierte und evangelikal geprägte Gebetsfrühstück wird in den USA seit mehr als sechs Jahrzehnten begangen. Es soll gläubige Menschen ungeachtet politischer Differenzen zusammenbringen. Unter den Gästen war auch ein Delegation von Bundestagsabgeordneten.

Trump beklagte sich über seine Gegner. "Verlogene und korrupte Menschen" hätten das "schreckliche" Amtsenthebungsverfahren gegen ihn angezettelt. Seine Gegner hätten ihn zerstören wollen. Dabei hätten sie der Nation großen Schaden zugefügt.

Trumps Widersacherin im Kongress, die demokratische Politikerin und Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sprach ein Gebet für Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Wirtschaftliche Interessen sollten die USA "nicht blindmachen" für Menschenrechte. Pelosi betete, dass man alle Menschen mit "Würde und Respekt" behandle.

In seiner etwa 25-minütigen Ansprache betonte Trump, er habe "historische Maßnahmen" ergriffen zum Schutz der Religionsfreiheit und des Gebets in staatlichen Schulen. Kein Präsident habe sich so wie er für die "Heiligkeit des Lebens" eingesetzt.

Die Initiative für das jährliche stattfindende Frühstück geht auf den Methodistenpastor Abraham Vereide in den 30er Jahren zurück. 1953 nahm Dwight Eisenhower als erster US-Präsident daran teil.

Meldungen

Top Meldung
Kirchensteuereinnahmen schrumpfen wegen Corona-Pandemie stärker als während der Finanzkrise.
Der Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Volker Knöppel, rechnet angesichts der Corona-Krise mit einem Kirchensteuerrückgang von etwa 10 bis 25 Prozent. Die negativen Auswirkungen würden damit dramatischer sein als bei der Finanzkrise 2008/2009.