Kinderhilfswerk befürchtet Spendeneinbußen

Kinderhilfswerk befürchtet Spendeneinbußen

Bei einer möglichen Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen befürchtet das Deutsche Kinderhilfswerk einen deutlichen Spendenrückgang. Vereinssprecher Uwe Kamp sagte dem Sender MDR Aktuell am Mittwoch in Halle, in über 40.000 Geschäften, Banken oder Apotheken stünden Spendendosen. Im vergangenen Jahr habe man so rund 1,6 Millionen Euro eingenommen.

"Ungefähr ein Viertel unserer Einnahmen aus den Spendendosen generiert sich aus Ein- und Zwei-Cent-Münzen. Deshalb sehen wir Bestrebungen, die Münzen abzuschaffen mit großer Sorge", sagte Kamp. Die EU-Kommission erwägt einen Vorschlag, um Ein- und Zwei-Cent-Münzen aus dem Verkehr ziehen zu lassen. Das geht aus einem Entwurf des Arbeitsprogramms für 2020 hervor, das die Kommission am Mittwoch in Brüssel vorstellen wollte.

Der Vorstand der Bundesbank, Johannes Beermann, sagte dem MDR, dass die Deutschen Bargeld schätzten. "Ich glaube, wir dürfen auch nicht vergessen, dass es in diesem Land immer noch genügend Menschen gibt, bei denen es tatsächlich auf jeden Cent ankommt." Zugleich wies er darauf hin, dass er die EU-Pläne noch nicht genau kenne: "Wir werden erst einmal in aller Ruhe abwarten, wie sich das Arbeitsprogramm der Kommission dann auch tatsächlich darstellt."

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