Sudan: Friedensschluss mit Rebellengruppe

Sudan: Friedensschluss mit Rebellengruppe

Die sudanesische Übergangsregierung hat einen Friedenschluss mit einer ersten Rebellengruppe erzielt. Das Abkommen mit der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung-Nord (SPLM-N) soll einen neun Jahre dauernden Konflikt in den umkämpften Regionen Blauer Nil und Südkordofan im Süden des Landes beenden, berichtete die Online-Zeitung "Sudan Tribune" am Samstag. Bis Mitte Februar will die Regierung mit weiteren Rebellengruppen in verschiedenen Bürgerkriegsregionen Friedensabkommen erreichen.

Dem jüngsten Abkommen mit der SPLM-N zufolge bekommen die Bundesstaaten Blauer Nil und Südkordofan unter anderem mehr Eigenständigkeit und Kompetenzen bei Gesetzgebungsprozessen. Der stellvertretende SPLM-N-Führer Yasir Arman erklärte, man sei bereit, mit der neuen Regierung an einem friedlichen Zusammenleben in einem neuen Sudan zu arbeiten.

Die SPLM-N kämpft seit 2011 in den Regionen im Süden des Landes gegen die Zentralregierung in der Hauptstadt Khartum. Rebellen und Regierungstruppen des Regimes des früheren Präsidenten Omar al-Baschir lieferten sich immer wieder Kämpfe, die Hunderttausende Menschen in die Flucht trieben. Im April 2019 war nach wochenlangen Protesten die Regierung von Präsident Baschir vom Militär gestürzt worden. Seit August regiert eine Übergangsregierung aus Soldaten und Zivilisten, die die Konflikte in dem zentralafrikanischen Land lösen will.

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