Fokolarbewegung feiert 100. Geburtstag ihrer Gründerin Chiara Lubich

Fokolarbewegung feiert 100. Geburtstag ihrer Gründerin Chiara Lubich

Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella wird anlässlich des 100. Geburtstags der Gründerin der Fokolarbewegung, Chiara Lubich, am kommenden Samstag das Zentrum der katholischen Laienbewegung in ihrem Geburtsort Trient besuchen. Die Gemeinschaft veranstaltet anlässlich des Jubiläums der am 22. Januar 1920 als Tochter einer Katholikin und eines Sozialisten geborenen Lubich bis zum Dezember in mehreren Ländern Festgottesdienste, Ausstellungen und Tagungen.

Lubich gründete 1943 unter dem Eindruck der Gräuel des Zweiten Weltkriegs die Gemeinschaft, um Einheit unter den Christen, Frieden und Verständigung unter den Völkern zu fördern. Heute gehören ihr nach eigenen Angaben 110.000 Mitglieder in 182 Ländern an, darunter auch Angehörige anderer Kirchen und Religionen. Die nach dem italienischen Begriff für Herdfeuer benannte Bewegung untersteht auch nach dem Tod ihrer Gründerin von 2008 laut Statut stets einer Frau.

Die seit Beginn der 60er Jahre päpstlich anerkannten Fokolare streben die Seligsprechung ihrer Gründerin an. Die 2015 eröffnete erste Phase des Verfahrens auf diözesaner Ebene wurde im vergangenen Herbst abgeschlossen. Derzeit liegen die dabei zusammengetragenen Akten der vatikanischen Selig- und Heiligsprechungskongregation zur Prüfung vor. Zu Lebzeiten wurde Lubich wegen ihres Engagements mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Europäischen Menschenrechtspreis des Europarats und dem UNESCO-Preis für Friedenserziehung.

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