Kofler: Humanitäre Hilfe besser mit Entwicklungsarbeit verknüpfen

Kofler: Humanitäre Hilfe besser mit Entwicklungsarbeit verknüpfen

Die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Bärbel Kofler (SPD), hat sich für eine bessere Verknüpfung von humanitärer Hilfe und einer langfristigen Entwicklungszusammenarbeit ausgesprochen. Krisen und Konflikte seien oftmals nicht nach vier oder fünf Monaten beendet, sagte sie am Dienstag bei einer Diskussion von Diakonie Katastrophenhilfe und Deutschem Caritasverband zu "Humanitäre Hilfe 50 Jahre nach Biafra" im Auswärtigen Amt.

Mit Blick auf Menschen, die über Jahre in Flüchtlingscamps ausharren müssen, betonte Kofler, dabei gehe es um Fragen der Bildung, der Gesundheitsversorgung und der Beschäftigungsmöglichkeiten. Zugleich sprach sie sich für eine restriktivere Rüstungsexportpolitik aus. Hier gebe es noch sehr viel zu tun, sagte sie.

Im Biafra-Krieg in Nigeria starben von 1967 bis 1970 bis zu drei Millionen Menschen. Bilder von verhungernden Kindern sorgten in westlichen Ländern für Entsetzen und führten zu breiter Solidarität mit einer großangelegten Hilfsaktion der Kirchen. Die Bundesregierung in Bonn beschloss im Zuge dessen, die staatliche humanitäre Hilfe ins Leben zu rufen. Die Zuständigkeit bekam das Auswärtige Amt.

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