Umfrage: Mehrheit der Deutschen will Verpackungsmüll reduzieren

Caecilia Thalhammer (18) beim Einkaufen von verpackungsfreien Lebensmitteln am 08.04.2019 im "OHNE - Der verpackungsfreie Supermarkt" in München.

Foto: epd

Caecilia Thalhammer (18) beim Einkaufen von verpackungsfreien Lebensmitteln am 08.04.2019 im "OHNE - Der verpackungsfreie Supermarkt" in München.

Umfrage: Mehrheit der Deutschen will Verpackungsmüll reduzieren
Die Mehrheit der Deutschen möchte im kommenden Jahr weniger Verpackungsmüll verursachen. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) wollen rund 90 Prozent der Befragten weniger Einwegtaschen benutzen sowie mehr unverpacktes Gemüse und Obst einkaufen, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag) berichten.

Weitere 79 Prozent der Befragten wünschten sich weniger Getränke in Einwegverpackungen. Weitere Details wolle die Verbraucherzentrale Bundesverband am Montag veröffentlichen.

"Verbraucher sind bereit, ihr Verhalten zu verändern, um Verpackungsmüll einzusparen", sagte VZBV-Vorstand Klaus Müller den Funke-Zeitungen. Deshalb müssten Politik und Handel nun endlich die Rahmenbedingungen "so setzen, dass ihre guten Vorsätze auch tatsächlich zu weniger Müll führen können". Der Chef der Verbraucherzentralen forderte, dass die Bundesregierung im Kreislaufwirtschaftsgesetz verbindliche Zielquoten und Zeitvorgaben zur Reduktion von Verpackungsmüll festlegt. "Außerdem muss das Verpackungsgesetz nachgebessert werden. Die Zielvorgabe von 70 Prozent Mehrwegverpackungen muss für Unternehmen verpflichtend werden und bei Nichtbeachtung auch Sanktionen nach sich ziehen", betonte Müller.

 

Meldungen

Top Meldung
Der promovierte evangelische Theologe Christoph Meyns
Der Betroffenenbeirat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zur Begleitung der Aufarbeitung und Prävention von Missbrauch wird vorläufig ausgesetzt. Ehemalige Mitglieder des Gremiums kritisieren den Schritt. Missbrauchsbeauftragter Rörig hofft auf Fortsetzung der Arbeit.