Rotkreuz-Konferenz in Genf eröffnet

Rotkreuz-Konferenz in Genf eröffnet

In Genf ist am Montagabend die 33. Internationale Konferenz der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung eröffnet worden. Das in den Genfer Konventionen verankerte humanitäre Völkerrecht rette täglich Leben und lindere menschliches Leid, sagte der Schweizer Außenminister Ignazio Cassis zum Auftakt des Treffens. Damit handele es sich um eine wahre Erfolgsgeschichte des Multilateralismus. Delegierte aus 194 Staaten beraten bis Donnerstag über neue Herausforderungen in der humanitären Hilfe etwa durch den Klimawandel und die Weiterentwicklung des humanitären Völkerrechts.

Der Vorsitzende der ständigen Kommission der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung (IFRK), George Weber, nannte Vertrauen die drängendste Herausforderung der humanitären Bewegung. Dieses Vertrauen müssten sich die Helfer immer wieder durch Transparenz und Integrität erarbeiten. Weber forderte die an der Konferenz teilnehmenden Regierungsvertreter auf, Grundsätze des humanitären Völkerrechts auch auf nationaler Ebene gesetzlich zu verankern.

Die Internationale Konferenz findet alle vier Jahre statt. An ihr nehmen außer den Unterzeichnerstaaten der Genfer Konventionen auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) sowie Vertreter der 191 eigenständigen nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondverbände teil, die in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung (IFRK) zusammengeschlossen sind. Zu ihnen zählt auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK).

Die Bewegung sieht sich wachsenden Herausforderungen gegenüber. Immer mehr und längere Krisen erfordern immer mehr Ressourcen. Zudem sind an Konflikten häufig nichtstaatliche Akteure beteiligt, die das humanitäre Völkerrecht nicht achten. In der Ebolakrise im Kongo kam es zuletzt zu zahlreichen Angriffen auf humanitäre Helfer. Die Konferenz gedachte am Montag der mehr als 80 Mitarbeiter, die ihr Leben in den vergangenen vier Jahren durch Gewalt und Unfälle verloren haben.

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