UN: Klimawandel bedroht Gesundheit der Menschen

UN: Klimawandel bedroht Gesundheit der Menschen

Der Klimawandel bedroht laut einem neuen Bericht der Vereinten Nationen immer mehr die Gesundheit der Menschen. Hitzestress und Verletzungen durch Stürme und Überschwemmungen gefährdeten unmittelbar Kinder, Frauen und Männer, erklärte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Dienstag auf der Weltklimakonferenz in Madrid.

Außerdem beeinträchtigten die Vernichtung von Ernten, Lebensmitteln und die Wasserknappheit das Wohlergehen der Menschen. Steigende Temperaturen und unkontrollierte Wassermassen begünstigten die Verbreitung bestimmter Infektionskrankheiten wie Cholera, Malaria und Dengue-Fieber, heißt es in einem Bericht der WHO.

Den Angaben zufolge könnten bis 2050 pro Jahr eine Million Menschenleben durch eine verringerte Luftverschmutzung gerettet werden, wenn die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens erreicht würden. Ein Rückgang der Luftverschmutzung führe zu weniger Atemwegs- und Herzerkrankungen sowie zu einem Rückgang bestimmter Krebsarten.

Der Pariser Vertrag von 2015 setzt das Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die WHO betonte, dass mehr und mehr Länder die gesundheitlichen Auswirkungen der Erderwärmung auf ihre Bevölkerungen als Politikfeld erkannt hätten.

Rund die Hälfte der 101 Staaten, die von der WHO für den Bericht untersucht wurden, hätte eine Strategie gegen die Klimarisiken für die Gesundheit entwickelt. Allerdings hätten viele Länder in den südlichen Regionen nicht die finanziellen Ressourcen, um die Pläne umzusetzen. Für diese Staaten sei es auch schwierig, eine internationale Finanzierung für Gesundheitsprojekte zu finden.

Bei der zweiwöchigen Weltklimakonferenz in Madrid bis zum 13. Dezember wollen Vertreter von mehr als 190 Staaten über weitere Schritte zur Umsetzung des Klimaabkommens von Paris beraten. Die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels sind ein Punkt der Beratungen.

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