Bremer Innenbehörde verbietet rechtsextremen Verein "Phalanx 18"

Bremer Innenbehörde verbietet rechtsextremen Verein "Phalanx 18"

Die Bremer Innenbehörde hat am Mittwoch den rechtsextremistischen Verein "Phalanx 18" verboten und die Organisation aufgelöst. Der Verein richte sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung und gegen den Gedanken der Völkerverständigung, hieß es zur Begründung. Er sei der nationalsozialistischen Ideologie verhaftet und habe versucht, seine Ideologie mit aggressiv-kämpferischen Maßnahmen durchzusetzen. "Gegen solche Gruppierungen müssen wir alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen", sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD).

Mit dem Verbot sind dem Verein Aktivitäten jeglicher Art untersagt, auch im Internet. Eine Nachfolgeorganisation darf nicht gebildet werden. Im Zusammenhang mit dem Verbot haben Polizisten den Angaben zufolge vier Wohnungen in Bremen und eine Wohnung in Niedersachsen durchsucht. Dabei sollten Beweise mit Blick auf verfassungsfeindliche Handlungen des Vereins gesichert und Vereinsvermögen beschlagnahmt werden.

Der Begriff "Phalanx" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "geschlossene Schlachtreihe" oder "geschlossene Front". Die Zahl 18 wird in rechtsextremen Kreisen symbolisch verwandt und steht für den ersten und für den achten Buchstaben des Alphabets - und damit für die Initialen von Adolf Hitler.

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