Merkel: Afrika hat mehr Chancen als Risiken

Merkel: Afrika hat mehr Chancen als Risiken

Vor dem Treffen mit afrikanischen Staats- und Regierungschefs in Berlin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für mehr deutsche Kooperationen mit dem Kontinent geworben. Afrika habe mehr Chancen als Risiken, dort sei aber auch noch viel zu tun, sagte Merkel in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit dem ARD-Hauptstadtstudio. "Deshalb sollten wir alles daran setzen, mit Afrika zu kooperieren - nicht über Afrika zu sprechen, sondern gemeinsam etwas zu tun", sagte sie.

Am Dienstag findet in Berlin die dritte Konferenz der Initiative "Compact with Africa" statt, in deren Mittelpunkt Investitionspartnerschaften mit Ländern stehen, die sich verpflichten, Korruption zu bekämpfen. Bisher gibt es zwölf Partner: Ägypten, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Ghana, Guinea, Marokko, Ruanda, Senegal, Togo und Tunesien.

Merkel unterstrich, die Betonung der Initiative liege auf "mit" Afrika. Deutschland sei immer noch "so etwas wie ein Patron". Es gehe darum, mehr Investitionen nach Afrika zu bringen. "Es ist unser Nachbarkontinent", sagte Merkel. Zugleich sei es der Kontinent, der am wenigsten aus der Armut herausgewachsen sei.

"Compact with Africa" wurde im Juni 2017 gestartet, als Deutschland die Präsidentschaft der G20, der führenden Industrie- und Schwellenländer, innehatte. Ziel ist es, in Afrika Zukunftsperspektiven zu eröffnen, damit die Menschen nicht als Flüchtlinge oder Migranten nach Europa kommen.

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