Bund beschließt weitere Förderung für Garnisonkirchturm

Bund beschließt weitere Förderung für Garnisonkirchturm

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat grünes Licht für eine weitere Erhöhung der öffentlichen Förderung für den neuen Potsdamer Garnisonkirchturm gegeben. Damit kann die Baustiftung insgesamt bis zu 20,25 Millionen Euro Bundesmittel für das rund 40 Millionen Euro teure Bauwerk einsetzen. Neben der bereits angekündigten Aufstockung der Bundesförderung von 12 auf 18 Millionen Euro habe der Haushaltsausschuss nun auch eine sogenannte Verpflichtungsermächtigung ab 2021 über weitere 2,25 Millionen Euro für Mehrbedarf beschlossen, bestätigte das Büro der CDU-Bundestagsabgeordneten Patricia Lips am Freitag in Berlin.

Die Garnisonkirche wurde 1945 im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und 1968 in der DDR abgerissen. Der Wiederaufbau ist vor allem wegen der Geschichte der preußischen Militärkirche umstritten. Kritiker sehen das Bauwerk als Symbol des preußischen Militarismus und des NS-Regimes. Bei der Inszenierung der Reichstagseröffnung am sogenannten "Tag von Potsdam" im März 1933 hielt Hitler in der Kirche eine Rede. Befürworter des Wiederaufbaus betonen vor allem die Bedeutung der Barockkirche für das Stadtbild und sehen das Bauprojekt als Wiedergutmachung für den Abriss in der DDR.

Die evangelische Kirche will den neuen Garnisonkirchturm für Friedens- und Versöhnungsarbeit nutzen. Der Grundstein wurde 2005 gelegt. Die Bauarbeiten hatten wegen fehlender Finanzmittel erst im Herbst 2017 begonnen. Die evangelische Kirche stellt fünf Millionen Euro Kredite für das Bauprojekt zur Verfügung. Der Rest soll aus Spenden und von Sponsoren finanziert werden.

Meldungen

Top Meldung
Geburtenstation von Crivitz soll geschlossen werden.
Im Städtchen Crivitz droht die Schließung der Geburtenstation. Dagegen gehen die Menschen auf die Straße, und auch die Kirchengemeinde ist dabei.