Bischof Dröge wünscht sich mehr Gespräche zwischen Ost und West

Bischof Dröge wünscht sich mehr Gespräche zwischen Ost und West

Der Berliner Bischof Markus Dröge wünscht sich mehr Gespräche zwischen Ost- und Westdeutschen über ihre Biografien. "Es gibt Faszinierendes in den Lebensgeschichten der Menschen, die zwei Gesellschaftssysteme in einem Leben erlebt haben", sagte Dröge am Mittwochabend in einem Gottesdienst in der Dresdener Frauenkirche zum Abschluss der Synodentagung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der 65-Jährige wird am Samstag als Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) in den Ruhestand verabschiedet.

"Ich habe im Bischofsamt der EKBO, als Westler im Osten, in den vergangenen zehn Jahren viel gelernt", sagte Dröge laut Redemanuskript und fügte hinzu: "Ich habe vor allem auch gelernt, dass wir noch nicht ausreichend aufeinander gehört haben, wir, die im Westen, und wir, die im Osten unseres Landes." Im kommenden Jahr feiere Deutschland 30 Jahre Einheit. Das sei "ein guter Anlass, neue Gelegenheiten zum Gespräch zu schaffen", sagte er.

Die EKD-Synode hatte seit Sonntag in Dresden beraten. Wichtige Themen waren die christliche Friedensethik und die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in Einrichtungen der evangelischen Kirche und der Diakonie. Die nächste EKD-Synodentagung findet vom 8. bis 11. November 2020 in Berlin statt. Dann wollen die Delegierten über die evangelische Kirche im Umbruch beraten. Im Mittelpunkt steht die Frage, auf welche Aufgaben sich Kirche angesichts sinkender Mitgliederzahlen und Einnahmen in den nächsten Jahren konzentrieren soll.

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